6.11.2012: Geburt nach Plan

Ankunft im Krankenhaus: 6:20 Uhr
geschlafene Stunden: 3
unsinnige Dinge, in ich letzter Minute in meinen Klinikkoffer gepackt: unzählbar
Pulswert: jenseits von Gut und Böse

Nachdem ich bis zu meiner Schwangerschaft mit Ärzten wenig und mit Krankenhäusern gar keine Erfahrung gemacht habe, bin ich schon einer Herzattacke nahe beim Legen der Infusionsnadel vor der OP. Als sie mich in den OP Saal schieben, stelle ich fest: Es sieht hier wirklich aus wie in Emergency Room. Nur ist mein Narkosearzt zwar ungefähr so alt wie George Clooney, hat aber kein sexy Hals-Tatoo.

Rundrücken, aber wie mit Kugelbauch??

Die Narkose ist superätzend, so attraktiv ist nicht einmal George! Ich bin froh, dass der Kindsvater dabei ist und meine Schultern massiert, während die Hebamme beruhigend auf mich einredet und ich versuche so wenig wie möglich an die Nadel zu denken und so gut wie möglich über meine riesige Kugel einen runden Rücken zu machen. Oh Mann, kann den vielleicht jemand zur Seite schieben?

Dann liege ich nach einer gefühlten Ewigkeit endlich auf dem OP-Tisch und denke mir „hoffentlich wirkt die Narkose“ als mir schlagartig unglaublich schlecht wird … ich brauche einen Eimer und muss hier raus! Die ca. 15 Gestalten „in grün“ sehen das etwas anders und der Anästhesist meint: das wird gleich besser. Von wegen. 28, 29, 30 … doch er hat Recht! Sehr gut.

Wie viele Schichten hat mein Bauch?

Ich sehe nur das grüne OP Tuch direkt vor meiner Nase und höre – zu meinem Entsetzen – den operierenden Arzt einer Schülerin jeden Schnitt erklären, den er gerade so an meinem Unterleib vollführt.

Arzt: jetzt sehen sie die Blase
ich: wah, die haben mich schon aufgeschnitten!!
Arzt: aha … offensichtlich in Junge
ich: ich weiß!! Sieht er das, oder ist der jetzt draußen??

kurzer Quäk 🙂

ich: Ist er schon da???
Arzt: so jetzt kommt die Plazenta
ich: oh je … jetzt nähen die mich zu, oder was passiert jetzt?
Arzt: und dann sind wir bei der nächsten Schicht
ich: zefix … warum habe ich nicht gefragt wie viele Schichten es gibt …

Es dauert eine Weile, dann bekomme ich ein Bündel vor die Nase gelegt: da ist er der Kleine … ich sehe einen kleinen Kopf, riesige Augen und viele, viele schwarze Haare …

Stimme aus dem Off: Wie soll er denn heißen?
Ich: David …

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