Das Lago di Ledro-Tagebuch: Biken und Hiken im Oktober

Wie kann man den verregneten Sommer besser ausklingen lassen als mit einem Kurztripp zum Abschluss der Bikesaison an den „Lago di Garda“? Es gibt ja so Wahnsinnige, die wirklich um diese Jahreszeit noch zum Campen dorthin fahren. Nur gut, dass meine Urlaubs-Gefährtin genauso wie ich zur Gattung der „Camping-Hasser“ gehört und die Vorzüge einer Pension durchaus zu schätzen weiß. Nachdem wir es am Anreisetag erst so gegen vier geschafft haben Deutschland bei strömenden Regen zu verlassen, kommen wir zu entsprechend später Stunde am Lago an. Als erstes (im Dinge Priorisieren und Locker machen war ich schon immer gut) müssen wir erst einmal nach unserer Ankunft in der nächsten Pizzeria mit unseren Camping-Freunden Essen gehen.

Die Unterkunft
So gegen 10 brechen wir dann auf um uns eine Bleibe in Arco zu suchen. Von meiner letzten Alpenüberquerung kenne ich außer der Turnhalle in der ansässigen Schule nur noch ein Hotel direkt im Zentrum. Wir laufen hin und coolerweise ist noch ein Zimmer frei. Es ist zwar nicht unbedingt das billigste (zumindest was das Verhältnis Preis und Zimmerausstattung anbelangt) aber was solls, es ist ja nur für eine Nacht und die Mama an der Rezeption ist echt nett.  

Am nächsten Tag brechen wir dann zum eigentlichen Ziel unserer Reise an den Ledrosee auf. Am ersten Ort (Molino) angekommen stellen wir fest: es ist Nachsaison und das bedeutet kein einziges Hotel/Pension weit und breit hat auf. Ebensowenig die Touristeninfo. Schön! Na gut, dass wir gestern Abend nicht noch hochgetingelt sind. Dafür gibt es ein paar altkluge deutsche Radler, die uns postwendend aufklären, dass jetzt alles zu hat, weil ja die Saison vorbei ist. Klugscheißer! Das habe ich gern, wenn mir jemand ungefragt seine Meinung reinwürgt.

Auf dem Weg zu unserem Startpunkt finden wir doch noch eine Bleibe: die Pension Pieve. Kann ich nur empfehlen. Die Besitzer sind gerade dabei alles zu renovieren, und 30 Euro pro Nacht mit Frühstück sind absolut in Ordnung 🙂 Der Vorteil außerdem: Bar und Ristorante ist auch dabei und das Tiramisu ist unglaublich. Das kann man sich einfach nicht entgehen lassen :-))

Die Touren
Tag eins Mountainbike-Tour: vom Ledrosee zum Monte Tremalzo über eine coolen Waldtrail zurück nach San Martino und an den Ledrosee (Moser Nummer 12, Tour 27 Cima Caset)
Tag zwei Mountainbike-Tour: Rundtour um den Cima Pari mit einem Trailabkürzer ab Campi (Moser Nummer 12, Tour 32, ohne Adrenalina-Trail meine Gefährtin protestiert und mein Race-Hardtail hätte dies wahrscheinlich ohnehin auch getan 🙂
Tag drei Mountainbike-Tour: über Storo ins Bergdorf Faserno (Moser 12, Tour 33)Tag 4 der Colodri Klettersteig: ein superschöner, einfacher Klettersteig, der am Campingplatz in Arco beginnt. Für manche empfiehlt sich ein Klettersteigset, zumindest bietet der Alpenverein dort im Sommer seine Kurse an. Den klettersteig haben wir gut überlebt, aber fast wären wir am Abstieg gescheitert. Der Weg ist nicht so einfach zu finden, wenn man vom Gipfel wieder zurückgeht oder wir haben uns a bisserl gstellt 🙂

Das Wetter
3 Tage saukalt, aber sonnig

Die Trails
Superschön am Ledrosee, allerdings oft gewohnt supersteil (bergauf als auch bergab), Baumarbeiten erschweren den Flow im Herbst außerdem erheblich,ist ws. gar nicht so schlecht, so kann ich zumindest nicht so oft stürzen 🙂

ResümeeAbsolut empfehlenswert, wenn man den Touristenwellen entkommen will und etwas Kälteresistent ist!

Arco Burg

 

Wo ist der Kletterer?
Meine Gefährtin 🙂

 

2 beim Biken

 

Blick auf Storo vom idyllischen Bergdorf 🙂
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