Heimat- und Sachkunde: ungenügend

Bildquelle: photocase.com @YTK

Aus aktuellem Anlass (also jedes Jahr, wenn die Radsaison in vollem Gange ist) beschäftigt mich die heimische Insektenwelt intensiver. Soweit ich mich an meine Grundschulzeit erinnere hat man mir schon Grundzüge aus der oberbayerische Fauna und Flora vermittelt, aber ein paar wichtige Details sind mir damals vorenthalten worden. So z.B. die wichtige Info: wie schmeckt eigentlich Insekt XYZ?

Jeder, der ab und zu Fahrrad fährt, hat sich sicherlich auch schon einmal nachhaltiger mit der Frage beschäftigt, welches Insekt ihm gerade im Rachen steckt 🙂 Vor Jahren hatte ich z. B. ein nach Minze schmeckendes Insekt im Mund. Ich war allerdings viel zu sehr mit Würgen, Röcheln und Ausspucken beschäftigt, als dass ich die Geschmacksrichtung entsprechend gewürdigt hätte. Und das noch dazu äußerst erfolglos: das Insekt blieb hartnäckig in meiner Speiseröhre und ich habe nie wieder so ein wohlschmeckendes Insekt zu mir genommen.

Unglaublich wichtig ist ja in dem Moment, in dem ein unbekanntes Tierchen in die Mundhöhle fliegt, die schnelle Entscheidungsfreudigkeit des Betroffenen. Im Bruchteil einer Sekunde muss man sich entscheiden: beherzt schlucken oder versuchen das Insekt irgendwie heraufzuwürgen? Letzteres ist in der Regel nicht wirklich von Erfolg geprägt. Ich spreche aus Erfahrung. Wobei ich in diesem Jahr erheblich an der Kunst des Ausspuckens in letzter Sekunde gefeilt habe. Da zeigt sich halt der wahre Profibiker 🙂 Denn das Jahr 2009 war einfach gefüllt mit vielen langen Touren und einer relativ intensiven Vorbereitungsphase auf die Bike und die Tourtransalp. Dann hoffe ich mal, dass ich bis nächstes Jahr im Trainig bleibe 🙂

Meine Quintessenz jedenfalls:

  • Alles in allem kommt man als Radfahrer wirklich viel häufiger in diese Situation als man denkt. Auch wenn man nicht plaudert und ratscht, sondern nur so vor sich hin fährt. Im Grunde hat man nämlich viel öfter seinen Mund auf als vermutet z. B. zum Atmen, respektive hächeln 🙂
  • Ich erkenne keine Unterschiede zwischen italienischen, österreichischen und deutschen Insekten 🙂
  • Wenn man Bauernhöfe mit Misthaufen oder geodelte Wiesen passiert, auf keinen Fall den Mund offen lassen 🙂
  • Auch in spätesommerlichen Dämmerungsstunden empfiehlt es sich einfach mal die Klappe zu halten 🙂

 

http://www.mittagsblog.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/facebook_48.png http://www.mittagsblog.de/wp-content/plugins/sociofluid/images/twitter_48.png

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.