Morgen beginnt im schönen oberbayerischen Luftkurort Garmisch die „Trans Germany 2010“. Für alle, die sich nicht intensiv mit der deutschen MTB-Rennszene auseinandergesetzt haben:
Die „Trans Germany“ ist ein 4-tägiges Montainbike-Etappenrennen – quer durch Deutschland. Das steht zumindest auf der Homepage. Es findet mittlerweile zum 4. Mal statt, ich habe allerdings noch nie daran teilgenommen. (Das Rennen wurde 2013 umbenannt in Bike Four Peaks)
Als begeisterte Alpenüberquererin hoffe ich allerdings, dass ich mich ganz gut schlagen werde und nicht zu viele technische Defekte habe. Denn: Ich bin eine megaschlechte Schrauberin und Pumperin
Die Wettervorhersage sieht leider nicht wirklich rosig aus: 2-3 Tage Dauerregen. Na hoffentlich hat wetter.com nicht Recht!
Wieso eigentlich Trans Germany?
Was ich mich schon die ganze Zeit frage: warum heißt das Rennen eigentlich Trans GERMANY? Es endet doch in Bregenz. Und da ich einmal ein Buchprojekt über das Handwerk im Bregenzer Wald betreut habe, weiß ich genau: der Bregenzer Wald liegt in Österreich. Na ja, was es damit auf sich hat werde ich ja dann früh genug rausfinden und davon ebenfalls hier berichten.
Die Anreise: 1.6.2010
So, es ist soweit: 286,06 km, 7211 hm und mindestens 2 Tage prophezeites schlechtes Wetter liegen unmittelbar vor mir.
Seufz.
Die Freude auf die Anstrengung eines Mountainbike-Etappenrennens hält sich – bei diesem absoluten Sauwetter – gerade extrem in Grenzen. Morgen früh um 10.15 Uhr starten ca. 1.200 Radler im Zentrum von Garmisch (oder vielleicht auch im Zentrum Partenkirchens, so genau kann ich das leider nicht unterscheiden als Nicht-Ortsansässige) gen Bregenz am Bodensee.
Unser Team startet insgesamt mit 16 Leuten. Ich bin gespannt, wie das organisatorisch so zu bewältigen ist. Als notorische Früh-ins-Bett-Geherin kann ich mir sehr gut vorstellen, dass ich da das eine oder andere Mal wahrscheinlich aus gruppendynamischen Gründen schon leiden muss, aber mal abwarten.
Die Rolle mein liebster Begleiter in den frühen Morgenstunden 🥵
Weil ich vor der Arbeit noch eine Stunde auf die Fahrradrolle musste um meine Rennvorbelastung zu fahren und – zu meinem Leidwesen – nachher noch packen musste (Himmel ich weiß nicht warum ich das immer auf den letzten Drücker mache) hatte ich meinen ersten Sekundenschlaf am Steuer bereits auf dem Weg in die Arbeit. Nach einem anständigen Kaffee war der allerdings wieder weg. Jetzt, auf dem Weg nach Garmisch zur Abholung der Startunterlagen ist von der gebuchten Schönwettertour am nächsten Morgen nichts zu sehen. Es schüttet auf der Autobahn wie aus Kübeln.
Na ja, nur nicht stressen lassen. Hauptsache, die Temperatur bleibt über 0 Grad. 🤪 Es ist Gott sei Dank nicht mein erstes Etappenrennen, trotzdem bin ich aufgeregt.
Die Akkreditierung für das Rennen geht zackig über die Bühne und die einzige Wartezeit, die ich habe, versuche ich zu nutzen um herauszubekommen was es mit dieser Ankunft in Österreich auf sich hat … die Helfer können mir an dieser Stelle nicht weiterhelfen … mal sehen was sie mir in Bregenz berichten. 😂
Nach dem Treffen mit den anderen in der Pizzeria haben wir im Hotel noch eine generelle Besprechung zum Ablauf der nächsten 4 Tage und irgendwie weiß ich nicht wieso … ich bin die einzige, die ins Bett will und die einzige die Fragen stellt. Verdammt, ich muss meine Strategie ändern. (Das ist einfach bei meiner letzten Weiterbildung hängengeblieben, da war ich so interessiert und motiviert, dass ich ständig nur Fragen gestellt habe … ich muss das wieder abstellen. 🤪
Auf dem Zimmer schlafe ich eigentlich gleich ein, v.a. da mein Rad direkt neben mir steht, da kann also auch nix passieren.
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