Albpacka 2026: Drei Tage Schwäbische Alb, 480 Kilometer und die eine oder andere schlechte Idee mit schöner Aussicht

„Entdecke die Schönheit der Schwäbischen Alb auf einem unsupported Bike-Abenteuer. Meistere herausfordernde Strecken und genieße ein unvergessliches Mikroabenteuer auf deinem Gravelbike.“

Das verspricht die Website.

Klingt gut. Also: Abenteuer klingt gut. Die Schönheit der Schwäbischen Alb sowieso. Und „Mikroabenteuer“ klingt ja erst mal nach etwas, das man mit ein paar Snickers, ein bisschen guter Laune, Bikeerfahrung und einem ausreichend großen Maß an Selbstüberschätzung irgendwie hinbekommt.

Als ich mit meiner Freundin Dani im letzten Jahr zum ersten Mal einen Overnighter mit dem Fahrrad gemacht habe, haben wir schon ein bisschen Bikepacking-Luft gewittert. Draußen übernachten. So lange fahren, bis man nicht mehr weiterkommt. Morgens mit zerzausten Haaren bei Sonnenaufgang irgendwo in der Natur aufwachen und sich wieder entspannt aufs Rad schwingen, oder so ähnlich 🤪

Natürlich hatte ich in meinem Kopf sofort die ganz großen Rennen: die Transcontinental, das Race across America UND diese Menschen, die aussehen, als könnten sie sich drei Tage lang nur von Iso-Quetschies, Regenwasser und mentaler Stärke ernähren. Ich hatte dazu einen Bericht im ZDF gesehen und dachte fasziniert: Das will ich auch mal machen. Aber ist das überhaupt etwas für mich? Dani und ich googeln. Und stoßen auf das “Albpacka”.

Drei Tage. Etwa 480 Kilometer. Rund 7.500 Höhenmeter. Vorgegebene Checkpoints, aber freie Routenwahl. Gravel bis MTB. … und ein nettes Logo und ein ansprechend harmloser Name 🤪

Hm.

Hmmm.

Hmmmmm.

Ok, drei Tage klingt wirklich harmlos. Also zumindest harmloser als „einmal quer durch Europa und bitte unterwegs nicht weinen“. Außerdem: Perfekte Länge, um das Ganze einfach mal zu testen. Danach wissen wir sicher mehr.

Spoiler: Ja. Wissen wir. Zumindest haben wir ziemlich viele Optimierungspotenziale entdeckt 🙊

Vorfreude mit leichtem Realitätsverlust

Schon im Vorfeld bekommen wir drei oder vier E-Mails von den Organisatoren. Und die sind wirklich sympathisch. Nicht dieses „Ihr müsst leiden, sonst zählt es nicht“-Getue, sondern eher: Schön, dass ihr dabei seid. Passt auf euch auf. Kommt gesund wieder zurück.

Mein Gravelbike im Ziel des Brevets

Mein Gravelbike im Ziel des München Brevets 2026

Das finde ich schon mal sehr angenehme Töne. Gerade im Vergleich zu manch anderen Radevents, bei denen viele Menschen mit High-Tech-Rädern und Verbissenheit am Start sind, dass man das Gefühl hat “ins Ziel kommen” als sportliche Herausforderung ist keine große Leistung.

Ich fühle mich nicht wirklich gut vorbereitet. Und, kleine Überraschung: Ich bin es auch nicht.

Meine einzige richtig lange Tour in diesem Jahr war der Brevet in München zwei Wochen vorher mit 216 Kilometern. Allerdings alles auf Teer. Ansonsten war leider ziemlich wenig Zeit zum Fahrradfahren. Nicht einmal fürs Trainingslager in den Osterferien hat es gereicht.

Aber gut. Mein Körper kennt lange Touren. Mein Kopf kennt meine manchmal etwas verrückten Entscheidungen und Schnapsideen. Und abbrechen können wir ja immer noch.

Dachten wir.

Zum Teil eins unseres Erfahrungsberichtes

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